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Ausstellungen

Die „Österreichische Fotogalerie Rupertinum", 1983 von Dr. Otto Breicha gegründet, hat sich zur nationalen zentralen Stelle für künstlerische Fotografie entwickelt. Jährlich finden rund 5 Ausstellungen im Rupertinum statt. Umfangreiche Präsentationen werden weiters im In- und Ausland gezeigt.

  Exhibitions

The "Austrian Photographic Gallery Rupertinum", founded in 1983 by Dr. Otto Breicha has become the national centre for fine art photography. Every year about 5 exhibitions are organised at the Rupertinum. Shows and surveys are produced to promote and show Austrian Fine Art Photography in other countries and exhibition venues.

2001
2000
1999
1998
1997
1996
1995
1994
1993
1992
1991
1990
1989
1988
1987
1986
1985
1984
1983


Cop-Killer, January 16, 1941,
(c) Weegee (Arthur Fellig),
by permission of the International Center
of Photography and Getty Images
  Weegee
Photographien aus den 40er Jahren
Sammlung Berinson
11.12.1999 - 30.01.2000

Eröffnung: 11.12.1999, 11 Uhr

Erstmals ist es gelungen, aus einem der umfangreichsten Weegee- Archive eine Ausstellung zusammenzustellen:
Aus Anlass des 100. Geburtstages Weegees, der als Usher Fellig in Galizien im damaligen Österreich geboren wurde, zeigt das Rupertinum in Kooperation mit dem Museum of Modern Art Oxford und der Kunsthalle Stockholm eine Auswahl von 220 Vintage-Prints aus der Sammlung des Berliner Weegee-Kenners Hendrik A. Berinson.

Das New York der Prohibitionszeit und der Depressionszeit in den 30er und 40er Jahren prägte entscheidend die Ästhetik und Bildsprache von Weegees Fotografie. Er fotografierte die "andere Seite" New Yorks: die Welt der Kriminellen, der Unterweltler, der Obdachlosen wie der Varietétänzer, der geschnappten Verbrecher und der verstümmelten Unfallopfer. Die ganze Nacht unterwegs in einem mit Polizeifunk und Dunkelkammer ausgestatteten Wagen war er immer als erster am Tatort und konnte die härtesten und direktesten Fotos von Opfern und Tätern machen. Daneben präsentierte sich Weegee auch als philantropischer Beobachter der Menschen am Rande der Gesellschaft, der Schwarzen in einem von Rassentrennung geprägten Leben, der sozialen Gegensätze in einer kontoversiellen Stadt.


For the first time, it has been possible to compile an exhibition from one of the most comprehensive archives of Weegee's works.
To mark the 100th anniversary of the birth of Weegee, who was born in Galicia (then part of Ausria) as Usher Fellig, the Rupertinum, in Collaboration with the Museum of Modern Art Oxford and the Stockholm Konsthall, is exhibiting a selection of 220 vintage prints from the Berlin collection of the Weegee expert Hendrik A. Berinson.

The New York of the '30s and'40s period of prohibition and depression had a decisive influence on the aesthetic priciples and imagery of Weegee's photography. He photographed the "other side" of New York: the world of criminals, gangsters and the homeless, of variety dancers, arrested felons and mutilated accident victims. Waiting night after night in his car, which was specially equipped with police radio reception and a makeshift darkroom, he was always first on the scene, to take the most forceful and direct photographs of victims and perpetrators. At the same time, Weegee presents himself as a philantropic observer of people on the borders of society, of the black population in a life merked by racial segregation, of social opposites in a contoversial city.


(c) William Claxton,
Chet Baker, Los Angeles, 1954,
Courtesy Fahey / Klein Gallery, Los Angeles
  William Claxton
The Art of Jazz Photographie
05.11.1999 - 30.01.2000

Eröffnung: 4.11.1999, 11 Uhr

Die Ausstellung umfaßt eine Auswahl von 35 Fotografien aus den letzten 40 Jahren, darunter seine berühmten Porträts von Chet Baker, Ray Charles, John Coltrane, Duke Ellington. William Claxtons Fotografien sind Ausdruck seiner Leidenschaft für den Jazz, die in sehr jungen Jahren begann und sein künstlerisches wie privates Leben bestimmen sollte.
Ab 1952 fotografierte er die Stars des West Coast Jazz für Plattencovers, bald verselbständigten sich seine Fotografien zu wahren Ikonen des Jazz. Claxton zeigt die Musiker bei den Proben, in entspannter Atmosphäre am Strand, in den Bergen, er begleitet sie bei ihren Auftritten und ist ihnen freundschaftlich verbunden. Ihn interessiert die intime Beziehung des Musikers zu seinem Instrument, die Konzentration und Innerlichkeit, die Spontaneität und das Temperament jedes einzelnen Musikers. Claxton bedient sich einer kontemplativen Fotografie ohne spektakuläre Effekte. Mit ruhigen, nahsichtigen Bildern unterstützt er seine poetische Erzählweise.


The exhibition contains a selection of 35 photographs from the past 40 years, including his famous portraits of Chet Baker, Ray Charles, John Coltrane and Duke Ellington. William Claxton's photographs express his passion for jazz, which was awakened when he was still very young and which was to determine both his artistic and his private life.
In 1952 he began photographing the stars of West Coast jazz for record covers, and soon his portraits became real jazz icons on their own account. Claxton shows the musicians in rehearsal, in the mountains, relaxing on the beach, and accompanies them as a friend on their performances. What interests him is the intimate relationship between the musician an his instrument, the concentration and inwardness, the spontaneity and temperament of each individual musician. Claxton employs a contemplative style of photography without spectacular effects, enhancing his poetic narrativ style with reflective, sympathetic images.


  Tracey Moffatt
Laudanum
24.07.1999 - 10.10.1999

Eröffnung: 24.7.1999, 10.30 Uhr

Inspiriert von dem sadomasochistischen Roman Pauline Rèages, "Die Geschichte der O" entfaltet Moffatt in einer Folge inszenierter fotografischer Bilder ein Sittengemälde der Zeit um 1900. Protagonisten sind die Damen des Hauses und ihr farbiges Dienstmädchen, Ort: ein Herrenhaus der Kolonialzeit. Ihre technische Brillianz verdanken die Bilder einer ausgeklügelten Kombination aus digitaler Bearbeitung des Nagativmaterials mit dem altmeisterlichen manuellen Verfahren der Fotogravure. Der Betrachter nimmt unterschiedliche Standpunkte ein: Nähe und Distanz wechseln sich ab und spiegeln die Dramaturgie der Fotoserie wider.

Inspired by the sadomasochistic novel by Pauline Rèages, "The Story of O" Moffatt unfolded a portayal of customs and life of the time around 1900 in a series of staged photographed images. The protagonists are the ladies of the house and their "coloured" housemaids, the scene of the manor house of the colonial era. The picture owe their technical brilliance to a cleverly devised combination of digital processing of negative materials with the old master manual process of photo gravure. The viewer sees various perspectives: nearness and distance alternate and reflect the dramaturgical nature of the photo series.


  Anton Josef Trcka
Retrospektive
17.07.1999 - 29.08.1999

Eröffnung: 17.7.1999, 11 Uhr

Zeichnungen, Fotografien und Skulpturen des österreichischen Symbolisten Anton Josef Trcka, der als Portraitist Egon Schieles unter dem Pseudonym "Antios" bekannt wurde, werden erstmals in einer von Dr. Monika Faber für das Rupertinum zusammengestellten Retrospektive gezeigt.
Anton Josef Trcka, geboren 1893 in Wien, war Maler und Fotograf. Er galt in einem kleinen Kreis von Malern, Tänzerinnen und Schriftstellern als kongenialer Portraitist. Egon Schiele, Gustav Klimt und viele andere schätzten seine Interpretationen, empfahlen ihn Freunden weiter, hüteten sein Werk in der Emigration. Aus dem zwischen 1912 und 1930 entstandenen bildnerischen Werk läßt sich eine Künstlerpersönlichkeit rekonstruieren, die zeitlebens zwischen den Einflüssen der Kunst in Wien und jenen der böhmischen Heimat schwankte. Egon Schieles expressive Gebärdensprache findet sich in seiner Fotografie Seite an Seite mit symbolistischem und antroposophischem Gedankengut wie Motive aus der tschechischen Folklore.

Drawings, photographs, and sculptures by the Austrian symbolist, Anton Josef Trcka; who became known under the pseudonym "Antios" as a portraitist of Egon Schiele, are being exhibited for the first time in one of the retrospectives put together by Dr Monika Faber for the Rupertinum.

Anton Josef Trcka was born in 1893 in Vienna and was a poet, painter and photographer. He had the reputation of being a congenial portraitist in a circle of painters, dancers and writers. Egon Schiele, Gustav Klimt and many others estimated his interpretations, recommanded him to friends and looked after his work when he emigrated. The works which were completed between 1912 and 1930 reconstituted an artistic personality for the rest of his life, which swayed between the influence of the art in Vienna and that of his Bohemian native country. Egon Schiele's expressive sign-language can be found in his photography side by side with symbolic and anthroposophical thought such as subjects from czech folklore.


Dieter Huber, Klone # 92, 1997
  Dieter Huber X
Klones / Landshapes
18.02.1999 - 21.03.1999

Eröffnung: 17.02.1999, 19 Uhr

Dieter Hubers Ausstellung ist die erste große Übersichtsausstellung dieses im Bereich der computergenerierten Bildherstellung tätigen Salzburger Künstlers in Österreich. Die im Rupertinum gezeigten großformatigen Arbeiten umfassen alle Themen mit denen sich Dieter Huber seit Jahren unter dem Titel "Klones" mit äußerster Konsequenz und Radikalität auseinandergesetzt hat. In seinen Bildmanipulationen geht es nicht nur um die Perfektion und Ausschöpfung des Machbaren im technischen Bereich, was durch die Digitalisierung von fotografischem Bildmaterial möglich ist, sondern der Künstler wird zum "Schöpfer", er verwandelt das fotografische Abbild der Realität in etwas Neues, in der Natur nicht bereits Vorhandenem. Die Begriffe natürlich und künstlich nehmen in der Arbeit eine zentrale Rolle ein. Seine frühen Körperbilder sind zumeist paradoxe Haltungen und metaphorisch interpretierbare Darstellungen, wie z. B. die verschmelzenden Zungen, die betenden Hände. In den Pflanzenbildern schafft der Künstler unmögliche Verbindungen botanischer Teile, die der Betrachter oft erst nach längerem Studium aufzulösen imstande ist. Seine jüngste Arbeit, "Landshapes", ist die Auseinandersetzung mit den primären Geschlechtsorganen des Menschen und dem Themenbereich der Landschaftsbilder. Diese fiktiven Landschaften, aus existierenden Landschaften und Himmel zusammengesetzt, sind menschenleere Weltlandschaften, in denen alle Zeichen der Zivilisation gelöscht wurden. Dieter Huber führt dem Betrachter mit Hilfe der computergenerierten Fotografie moralische, ästhetische, wissenschaftliche und auch religiöse Aspekte der Veränderung unserer Natur in subtiler wie auch drastischer Weise vor Augen. Die Arbeiten faszinieren und erschrecken gleicherweise.


Matthias Herrmann, 1998
  Matthias Herrmann
10 Textpieces Positionenreihe 4
18.02.1999 - 21.03.1999

Eröffnung: 17.02.1999, 20 Uhr

In der Arkadenhalle präsentiert das Rupertinum in der Positionenreihe, einem Ausstellungszyklus, der beispielhaft aktuelle, zeitgenössische Kunst dem Publikum vorstellt, nach Antony Gormley, Judy Fox und Maurizio Nannucci, Arbeiten des 1963 in München geborenen und in Wien lebenden Künstlers Matthias Herrmann. Die großformatigen Fotografien von Matthias Herrmann entstehen auschließlich im Studio, es sind Inszenierungen unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Der Künstler ist sein eigenes Modell. In seinen erotischen Selbstdarstellungen schlüpft er immer wieder in neue Rollen, die er mit gesammelten Textzitaten aus den unterschiedlichsten Medien, wie Mode- und Lifestylemagazinen, Texten zur Kunst, Kultur und Sexualität konfrontiert, und bringt so unterschiedliche Kontexte ein, die die Bedeutung provokant verändern oder auch unterstreichen. Mit Hilfe von gezielt ausgewählten Bekleidungsutensilien, minimalen Requisiten und den gefundenen Textzitaten entwirft der Künstler immer wieder neue fiktive Persönlichkeiten. Matthias Herrmann setzt sich mit den sexuellen Rollenbildern bzw. Rollenklischees unserer Gesellschaft auseinander und hinterfragt seine eigene Identität und Sexualität. Er präsentiert sich ironisch, frech und meist in schrillen Farben.


Christer Strömholm, Paris 1962
  CHRISTER STRÖMHOLM
Photographien
08.01.1999 - 07.02.1999

Eröffnung: Donnerstag, 7. Jänner 1999, 19 Uhr

In der retrospektiv angelegten, sich jedoch vor allem auf die Pariser Jahre konzentrierenden Werkschau werden ca. 100 Photographien des heute 80 jährigen Christer Strömholm gezeigt.

Seit den 50er Jahren ist Christer Strömholm einer der führenden Photographen Skandinaviens und schon nach dem 2. Weltkrieg war er einer der ersten, der auch international Beachtung fand. 1946 ging er nach Paris und immatrikulierte sich an der Academie des Beaux Arts, wo sein Interesse für die Photographie wuchs, als er die Großformatkamera und ihre Möglichkeiten zu schätzen begann. Neben Auftragsarbeiten von Portraits berühmter Persönlichkeiten wie Giacometti, Le Corbusier, Man Ray, entwickelte Christer Strömholm seinen persönlichen, existentialistisch und surrealistisch getönten Stil. Ende der 50er Jahre begann er mit der viel beachteten Arbeit über den Place Blanche, einem Treffpunkt der transsexuellen Szene in Paris. Dort photographierte er die Bars, Hotels und die Umgebung. In dem Titel des 1983 erschienen Buchs "Friends from Place Blanche" spiegelt sich seine Beziehung, die er während der sechs Jahre, die dieses Projekt dauerte, zu vielen der dort lebenden Menschen aufgebaut hatte, wieder. In dieser Zeit formulierte Christer Strömholm auch seine theoretischen Vorstellungen über Techniken in der Reportage und über Inhalt und Funktion von Bildern. Er entwickelte Ideen über "available light", (Nutzung des vorhandenen Lichts im Moment der Aufnahme) und "personal responsability", die persönliche Verantwortung des Photographen für Inhalt und die Verwendung von Bildern).

1997 erhielt Christer Strömholm den intern. Photographiepreis der Hasselblad Foundation. Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit dem Hasselblad Center Göteborg präsentiert.

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